Fischbbauchträgerbrücke Plettenberg

Die Fischbauchträgerbrücke im Böddinghauser Feld wurde ab dem Jahr 1912 erbaut, 1914 als Eisenbahnbrücke eingeweiht und überspannt mit insgesamt 8 Brückenfeldern westlich von Plettenberg das Tal der Lenne. Die Brücke ist ein Industriedenkmal und steht seit dem Jahr 2000 unter Denkmalschutz.
Der Bahnverkehr über die Brücke wurde Ende der 1960er Jahre eingestellt. Seitdem ist das Bauwerk ohne Funktion und nicht mehr zugänglich.
Im ersten Brückenfeld neben der Flussüberquerung kreuzt der Lenneradweg, die sog. „Lenneroute“ die Fischbauchträgerbrücke. Dieser Radweg ist ein herausragendes Projekt des Tourismus in der Region, da mit ihm touristisch interessante und besondere Ziele und Erlebnisräume miteinander verbunden und verknüpft werden. Der Radweg ist insgesamt 146 km lang und erstreckt sich im Talraum der Lenne zwischen Schmallenberg und Letmathe.
Es ist der Grundgedanke des Entwurfs diese Kreuzung von historischem Brückenbauwerk und überregionalem Radwanderweg als besonderen Ort herauszuarbeiten. Ungefähr in der Mitte der Lenneroute soll so eine markante Station und ein touristischer Höhepunkt dadurch entstehen, dass Teile des Industriedenkmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, eine gewisse Inszenierung der Brücke stattfindet und ein Ort der Rast und des Aufenthalts entsteht.


Standort:

Böddinghauser Feld, 58840 Plettenberg

Projekt: 2013
Fertigstellung: 2015

Bauherr:
Stadt Plettenberg

Tragwerksplanung:
Weimar Ingenieure, Berlin

Zeichnung der Brücke von 1912

Neben der Ausbildung der Brückenfelder als sog. Fischbauchträger ist ein wesentliches Merkmal der Brücke ihre imposante Länge von ca. 320 m, die daher rührt, dass nicht nur der eigentliche Fluss mit 2 „Flussöffnungen“, sondern das gesamte Lennetal mit 5 weiteren „Flutöffnungen“ überspannt wird. Diese Konstruktion sollte sicherstellen, dass unterhalb der Bahngleise ein ausreichend großes Lichtraumprofil für Hochwasser vorhanden ist. Das Lennetal ist hier sehr breit und die Lenne weist in unmittelbarer Nähe zur Brücke aus wasserwirtschaftlichen Gründen eine Stausituation auf.

Der Bahnverkehr über die Brücke wurde Ende der 1960er Jahre eingestellt.
Seitdem ist das Bauwerk ohne Funktion und nicht mehr zugänglich.